Abwärtskompatibilität

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Als Abwärtskompatibilität wird die Verwendbarkeit bzw. Kompatibilität neuerer oder erweiterter Versionen eines technischen Objekts oder Standards zu den Anwendungsbedingungen einer früheren Version bezeichnet.

Beispiele IT-Bereich

So sollte eine neuere Version einer Software die mit der älteren Version erstellten Dokumente wieder öffnen und weiterverarbeiten können. Während dies häufig gut gelingt, sind Dateien einer neueren Software-Version meistens durch die ältere Version nicht mehr lesbar, was viele Anwender zu Aktualisierungen zwingt.

Ein weiteres Beispiel für Abwärtskompatibilität ist UTF-8, das nach wie vor auf den ersten 128 Stellen die Zeichen des 7-Bit ASCII-Zeichensatzes darstellt, so dass die darauf basierenden Rechensysteme nach wie vor ASCII-Dokumente korrekt verarbeiten und anzeigen können.

Im Hardware-Bereich wird heute ebenso erwartet, dass Programme für ein altes Computermodell auf einem neuen Modell (zumindest auf einem vom gleichen Hersteller) weiterhin zu verwenden sind, auch wenn umgekehrt viele Programme für das neue Modell auf dem alten nicht oder nur mit Einschränkungen nutzbar sind. Bei Großrechnern herrscht dieses Prinzip bereits seit den 1960er-Jahren vor, bei Microcomputern hat es sich erst Mitte der 1980er weitgehend durchgesetzt.

Abwärtskompatibilität in der IT-Branche geht jedoch oft mit Nachteilen einher; der seit Jahrzehnten mitgeschleppte Real Mode moderner x86-Prozessoren ist ein gutes Beispiel, ebenso wie die MS-DOS-basierten Windows-Versionen 95, 98 und ME, welche unter Problemen litten, weil sie aus Kompatibiltätsgründen weite Teile von MS-DOS und Windows 3.x weiterverwenden mussten.

Siehe auch

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