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In der Mengenlehre wird eine Menge A als abzählbar unendlich bezeichnet, wenn sie die gleiche Mächtigkeit hat wie die Menge der natürlichen Zahlen Zu den höchstens abzählbaren Mengen zählen neben den abzählbar unendlichen auch kleinere, also endliche Mengen. Die Verwendung des Begriffes abzählbar ist nicht einheitlich. Er kann je nach Definition sowohl abzählbar unendlich als auch höchstens abzählbar bedeuten. Eine Menge, die weder endlich noch abzählbar unendlich ist, wird als überabzählbar bezeichnet.
Beispiele abzählbar unendlicher MengenNatürliche ZahlenDie Menge der natürlichen Zahlen PrimzahlenDie Menge der Primzahlen
Ganze ZahlenDie Menge der ganzen Zahlen
Die Beispiele Primzahlen und ganze Zahlen zeigen, dass sowohl echte Teilmengen als auch Obermengen dieselbe Mächtigkeit besitzen können, im Gegensatz zu endlichen Mengen. Paare natürlicher ZahlenAuch die Menge aller Paare Die Unendlichkeit ist wiederum offensichtlich. Schwieriger ist die Frage der Abzählbarkeit. Dafür nutzt man die Cantorsche Paarungsfunktion, die jedem Zahlenpaar (i,j) bijektiv eine natürliche Zahl k zuordnet. Damit kann man alle Zahlenpaare eindeutig nummerieren und somit abzählen.
n-Tupel natürlicher ZahlenDie Menge aller n-Tupel Rationale ZahlenGeorg Cantor zeigte mit der so genannten Cantor-Diagonalisierung, dass die Menge der rationalen Zahlen abzählbar ist, ebenso jede Menge der Gestalt Die Abbildung Algebraische ZahlenEs sei P ein Polynom mit ganzzahligen Koeffizienten, P(x) = a0 + ... + anxn. Die Höhe von P sei definiert als h(P) = | a0 | + ... + | an | + n. Zu jeder vorgegebenen Höhe > 0 gibt es nur endlich viele Polynome, welche wiederum nur endlich viele Nullstellen besitzen. Die Vereinigung Wörter über einem AlphabetDurch die Anwendung der sogenannten Standardnummerierung über das Alphabet Σ kann man auch die Wörter einer Sprache im Sinne der Mathematik abzählen. Berechenbare ZahlenfunktionenDie Menge aller berechenbaren Zahlenfunktionen ist abzählbar unendlich. Man kann eine Standardnummerierung aller denkbaren Bandprogramme angeben. Da die Menge der Bandprogramme größer als die Menge der berechenbaren Funktionen ist (es könnte ja zwei unterschiedliche Programme geben, die dieselbe Funktion berechnen), sind damit die Zahlenfunktionen abzählbar unendlich. Beispiel einer überabzählbaren unendlichen MengeDie Menge der reellen Zahlen ist dagegen überabzählbar. Das bedeutet, dass es keine bijektive Abbildung gibt, die jede reelle Zahl auf je eine natürliche Zahl abbildet, siehe Cantors zweites Diagonalargument. Eigenschaften
Siehe auch
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