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Das Archaikum (auch Archäikum) ist ein Äon der Erdgeschichte. Es erstreckt sich von 3800 bis 2500 mya. Die veraltete Bezeichnung für dieses Erdzeitalter ist Azoikum. Dem Archaikum geht das Hadaikum voran und es wird vom Proterozoikum bzw. von dessen erster Ära, dem Siderium, abgelöst. Das Archaikum wird in vier Ären unterteilt:
Obwohl lange Zeit angenommen wurde, dass aus dem Archaikum keine Fossilien erhalten sind, hat sich herausgestellt, dass schon innerhalb kürzester Zeit nach der Bildung stabiler Krustenbestandteile Evolutionsprozesse - vorerst die Chemische Evolution ab 3.800 mya - begonnen haben: Makromoleküle waren in der Lage, sich durch Anlagerung anderer Moleküle zu vergrößern und sich selbst zu reproduzieren. Im frühen Archaikum kann dieser Zeitpunkt als der Beginn des Lebens auf der Erde angesetzt werden. Die ältesten bisher gefundenen Chemofossilien, also fossile Spuren von Lebewesen, sind mikroskopische ‚Fäden‘ in Gesteinen die, erstmals in Südafrika entdeckt, als Überreste von 3,5 Mrd. Jahre alten Cyanobakterien- bzw. Blaualgen - gelten könnten. Später folgen dann, in der Form von Stromatolithen - noch aus dem Archaikum - eindeutig biogene Fossilreste. Naturgemäß ist die Menge der findbaren Fossilien und Gesteine aus diesem Äon minimal, da die meisten Landmassen aus dieser Zeit, die solche Spuren tragen könnten, völlig zu feinstem Sand erodiert sind, metamorphosiert, Grundlage von Sedimentgesteinen wurden oder im Erdmantel aufschmolzen. Nur in den ältesten, seit ihrer Entstehung unveränderten Kratonen – den Archonen – besteht die Chance mittels Tiefenbohrungen in mehreren tausend Metern solche Funde zu machen. Solche Archone sind zum Beispiel die Kola- Halbinsel, Simbabwe, der Kanadische Schild oder West Australien. Die Atmosphäre im frühen Archaikum enthielt noch keinen freien Sauerstoff. Die Photosynthese der ersten Prokaryoten oxidierte vorerst die Minerale des Urozeans und erst gegen Ende des Archaikums - 2500 mya - wurde Sauerstoff an die Atmosphäre abgegeben. Siehe auch |
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