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DjVu (ausgesprochen als Déjà-vu) ist ein offenes Dateiformat für Rastergrafiken, das zur Speicherung gescannter Dokumente konzipiert wurde und eine Alternative zu PDF darstellt.
FunktionsweiseDie wesentliche Idee hinter DjVu ist die Trennung des Ausgangsmaterials in mehrere Ebenen und deren unterschiedliche Komprimierung:
Daneben kann auch Text direkt, d.h. nicht in Form von Bilddaten, gespeichert werden, was das Suchen und Kopieren von Textstellen ermöglicht. Dieser Text wird im Fall von gescannten Dokumenten mittels Texterkennung erzeugt. GeschichteDie zugrunde liegende Technologie wurde ab 1996 an den AT&T Laboratories entwickelt und im März 2000 von LizardTech aufgekauft. SoftwareVon LizardTech wurde eine Referenz-Implementierung unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht, die zwar einen Decoder, jedoch nur einen unvollständigen Encoder enthält, mit dem insbesondere das Trennen von Hintergrund und Text sowie das verlustbehaftete Komprimieren der Textebene nicht möglich ist. Das Erzeugen von DjVu-Dateien aus gescanntem Material ist daher derzeit nur entweder mit kommerzieller Software oder mit der djvu solo 3.1 Software von LizardTech möglich, die kostenfrei auf der Website erhältlich ist. Die Referenz-Implementierung verwendet mehrere von LizardTech patentierte Algorithmen. Damit eine Weiterentwicklung im Sinne der GPL möglich ist, ohne Patentforderungen von LizardTech fürchten zu müssen, gestattet das Unternehmen Open-Source-Projekten eine Verletzung von Patentansprüchen, denen bereits die Referenzimplementierung unterliegt [1]. Zum Betrachten von DjVu-Dateien bietet LizardTech Webbrowser-Plugins für Windows und Mac OS X zum kostenfreien Download an [2]. Zusätzlich existiert mit DjVuLibre eine von den ursprünglichen Entwicklern gepflegte Open-Source-Implementierung mit einem Betrachtungsprogramm und Browser-Plugin für Unix. Freie Betrachter auf Basis der DjVuLibre-Bibliothek:
DjVu-Dateien lassen sich auch mit dem kostenlosen Bildbetrachter Irfan View öffnen. Weblinks
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