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Als Frühstart wird bei sportlichen Rennen der Beginn des Laufes oder der Fahrt eines Wettkampfteilnehmers vor dem Erscheinen des Startsignals bezeichnet. Ein Frühstart zieht meist Sanktionen bis zum Ausschluss des Wettkampfteilnehmers nach sich. Da zwischen der technischen Abgabe des Startsignals und dessen Wahrnehmung normalerweise ein gewisser Zeitraum verfließt und die Reaktion beim Wettkampfteilnehmer unterschiedlich schnell erfolgen kann (Reaktionszeit), sind Definitionen mit Angabe eines Zeitrahmens nötig, in dem ein Frühstart als solcher anzunehmen ist.
LeichtathletikIn der Leichtathletik begeht ein Läufer einen Frühstart (eigentlich: Fehlstart), wenn er die Startbewegung beginnt, bevor er das Startsignal (i.d.R. einen Schuss) gehört hat. Dies festzustellen obliegt dem das Startsignal abgebenden Kampfrichter, dem Starter und einem oder mehreren zu seiner Unterstützung bestellten Rückstartern. Bei großen (v.a. internationalen) Wettkämpfen ist es außerdem obligatorisch, die Läufer durch Fehlstartkontrollgeräte zu überwachen. Hierbei registriert eine Elektronik permanent den Druck der Füße auf die Startblöcke. Wird dadurch eine Reaktion des Sportlers früher als 0,100 Sekunden nach Abgabe des Startsignals festgestellt, signalisiert die Elektronik einen Fehlstart. (Diese Feststellung des Fehlstartkontrollgerätes ist - außer bei offensichtlicher Fehlfunktion - endgültig.) Ein Fehlstart wird - soweit das Startsignal bereits abgegeben wurde - durch ein weiteres solches Signal (Schuss) angezeigt. Je Lauf ist nur ein Fehlstart erlaubt. Wer auch immer einen weiteren Fehlstart begeht, wird disqualifiziert. Im Mehrkampf wird abweichend davon ein Läufer erst dann disqualifiziert, wenn er selbst zwei Fehlstarts in einem Lauf verursacht. Bis 2002 galt diese Regelung für Einzeldisziplinen, während im Mehrkampf sogar zwei Fehlstarts je Läufer erlaubt waren. KartsportIm Kartsport liegt ein in Frühstart dann vor, wenn ein Fahrer nach Einnahme seines Startplatzes vor Aufleuchten des Grünlichtes seinen Startplatz oder seine Startlinie um mehr als dreißig Zentimeter nach vorn überfährt. Wer zu früh startet fällt automatisch auf den letzten Startplatz zurück. Beim Neustart nimmt das gesamte Feld die neuen Startplätze ein und fährt eine neue Einführungsrunde. Die Fahrer rücken auf freiwerdende Startplätze auf. MotorradsportEin Frühstart liegt bei den meisten Motorradrennen dann vor, wenn während der Rotphase der Startampel sich das Vorderrad erkennbar über die geschlossene Seite des Start-Rechtecks bewegt. Ein Frühstart liegt auch dann vor, wenn der Fahrer seine Maschine noch in der Rotphase zurückzieht und beim Umschalten der Ampel wieder von seiner vorgesehenen Position startet. Fahrer, die einen Frühstart verursachen, werden bei erforderlicher Startwiederholung hinter die Penalty-Linie bzw. die erste nicht besetzte Startreihe versetzt oder, soweit das Rennen als gestartet angesehen wird, wird der betreffende Fahrer im Ergebnis des betreffenden Laufes um fünf Plätze zurückgestuft. In anderen Veranstaltungen (Le Mans ähnlicher Start) wird das Loslaufen vor dem Startsignal bzw. starten des Motors durch den Helfer oder Anschieben des Motorrades innerhalb des startenden Feldes bereits als Frühstart gewertet und mit einem Zeitaufschlag von 30 Sekunden auf die Zeit bestraft. Dem betroffenen Team wird die Strafe durch Zeigen einer Tafel mit der entsprechenden Startnummer in der Boxengasse angezeigt. SegelsportBeim Segelsport gibt es genau genommen keine Frühstarter. Boote, die zu früh über die Startlinie gefahren sind, gelten als nicht gestartet. |
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