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Free Pascal (abgekürzt FPC) ist ein freier und offener 32- und 64-Bit-Pascal-Compiler, der sich besonders durch folgende Eigenschaften auszeichnet:
Da sich Pascal durch eine sehr weitreichende Trennung zwischen Hardware/Betriebssystem und Programmcode auszeichnet, sind FPC-Programme in hohem Maße portierbar (in aller Regel genügt einfaches Compilieren auf dem Zielsystem, um aus einem Windows-Programm ein Linux oder DOS-Programm zu machen). Für die Nutzung stehen verschiedene (ebenfalls frei verfügbare) integrierte Entwicklungsumgebungen (IDE) zur Verfügung: 1. Lazarus eine Delphi-ähnliche IDE. 2. Eine Textmodus-IDE, die der Borland Turbo Pascal IDE sehr ähnlich ist (ist Teil des FPC-Paketes). 3. Eine Kommandozeilenversion, die sich mit den meisten Editorprogrammen (z. B. QEdit, EMacs.) sehr gut kombinieren lässt (ist Teil des FPC-Paketes). Die Nutzung der LGPL ermöglicht es, kommerzielle Programme mit Free Pascal zu schreiben. Ein gutes Beispiel für die hohe Qualität des FPC ist z. B. das kommerzielle Grafikprogramm Pixel.
SprachdialektFree Pascal beherrscht den De-facto-Standard, die Borland-Pascal-Dialekte. In der Version 2.x ist Free Pascal nahezu Delphi-7-kompatibel. Weitere (bereits zu großen Teilen realisierte) Ziele sind: Implementierung der ANSI/ISO Pascal-Dialekte und von Apple Pascal. Außerdem existiert ein OBJFPC-Modus, der umfangreiche Objekt-Pascal-Erweiterungen und zahlreiche Schnittstellen z. B. zu Datenbanken aktiviert. Zur Zeit sind auch Generics in Entwicklung. Die verschiedenen Dialekte können über Kommandozeilenschalter, oder (besser) im Quelltext durch $MODE ausgewählt werden. Derzeit sind folgende Einstellungen möglich:
Lieferumfang und InstallationAuf der FPC-Website befinden sich direkt installierbare Versionen für die meisten Betriebssysteme. Die Installationen z. B. unter Windows lassen sich jederzeit problemlos und vollständig wieder entfernen. Es existieren u. a. folgende Komponenten/Erweiterungen (ein aktueller Überblick findet sich auf der FPC-Website):
GeschichteFree Pascal entstand aus dem Wunsch heraus, 32-Bit Pascalprogramme einfach und portierbar erstellen zu können. Damals konzentrierte Borland seine Entwicklung ganz auf Windows (das spätere Delphi) und lehnte die Weiterentwicklung des bis heute an Qualität und Geschwindigkeit immer noch vorbildlichen, aber fast komplett in Assembler programmierten Borland Pascal (TP/BP) Compilers ab (selbst einfache Fehler wie der mit BP7 eingeführte „RuntimeError200“ – ein Überlauf in einer Schleife, welche die Geschwindigkeit der Hardware bestimmen sollte, wurden nicht mehr beseitigt). Der Student Florian Paul Klämpfl entwickelte darauf hin einen eigenen 32-Bit Pascal-Compiler. Er nannte ihn zunächst FPK, nach den Initialen seines Namens. Die erste Version war noch ausschließlich für den DOS-Extender go32v1 geschrieben, was jedoch bereits ein enormer Fortschritt war, da jetzt bis zu 2 GB große Datenbereiche (z. B. Felder für Fast-Fourier-Analysen oder Digitale Filter) äußerst einfach verwaltet werden konnten. Die Entwicklergemeinde erweiterte sich rasch und nach einiger Zeit portierte Michael van Canneyt Free Pascal auf Linux. Für OS/2 wurde die DOS-Portierung angepasst, sodass sie mit dem EMX-Extender zusammenarbeitet. Auch eine Win32-Portierung wurde durchgeführt. Im Juli 2000 erschien Version 1.0. Diese Version hatte schon nahezu Turbo-Pascal-7/Delphi-2-Kompatibilität. In der Folgezeit wurde Free Pascal noch auf zahlreiche andere Plattformen und Architekturen portiert, u. a. PowerPC, Sparc und ARM. Version 1.9.4 war dann die erste Version mit Mac OS X-Support. Die Entwicklung wurde fortgesetzt und die Version 2.0.0 schließlich im Mai 2005 veröffentlicht. Die aktuelle Version 2.2 wurde im September 2007 veröffentlicht und unterstützt auch Windows CE, Game Boy Advance und Nintendo DS als Plattform. PlattformenIn der Version 2.0.4 unterstützt Free Pascal folgende Architekturen: Folgende Betriebssysteme werden unterstützt:
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