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Mit Frequenz (lat. frequentia, Häufigkeit), Formelzeichen f (technisch) und ν (ny, physikalisch), bezeichnet man die Anzahl von Ereignissen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Meist sind diese regelmäßig wiederholte Ereignisse, also Ereignisse mit festem Zeitabstand voneinander, der Periode oder Schwingungsdauer. Die Frequenz ist der Kehrwert der Periode. Ihre Dimension ist 1/Zeit. Die Einheit der Frequenz, das Hertz, kurz Hz, ist dementsprechend abgeleitet von der SI-Basiseinheit Sekunde (s): Sie ist nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz benannt. Neben einer Ereignishäufigkeit pro Zeitintervall kann „Frequenz“ auch eine Ereignishäufigkeit in einem bestimmten Gebiet bezeichnen, siehe dazu Ortsfrequenz. Gelegentlich findet sich „Frequenz“ auch in aus dem Englischen übersetzten Fachbegriffen, die frequency in der allgemeinsprachlichen Bedeutung „Häufigkeit“ oder „Wahrscheinlichkeit“ enthalten, wie beispielsweise die Rekombinationsfrequenz in der Genetik; eine bessere deutsche Bezeichnung ist hier Rekombinationswahrscheinlichkeit.
Spezielle FrequenzbegriffeUmlauffrequenzUnter Umlauffrequenz oder Drehzahl n versteht man die Anzahl der Umdrehungen pro Zeiteinheit. Als Einheit wird hier oft U/min (Umdrehungen pro Minute; technisch auch rpm) verwendet. T ist die Umlaufdauer (Dauer einer Umdrehung); T = 1 / n. In der Physik wird häufig die Kreisfrequenz Frequenzen in der WellenlehreFür die Frequenz ν einer Welle gilt: wobei v die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle im jeweiligen Medium und λ(lambda) die Wellenlänge ist. Für Licht in einem Medium mit der Brechzahl n ist, wenn c die Vakuum-Lichtgeschwindigkeit bezeichnet, Beispielwerte für Wellenlängen und Ausbreitungsgeschwindigkeiten:
Die Wellenlänge ist keine zeitliche, sondern eine örtliche Größe. Die Ortsfrequenz, die eine lineare Beziehung zur Wellenlänge hat, ist die Wellenzahl. Die Frequenz ist die Wellenzahl pro Lichtsekunde. FolgefrequenzBei einer Folge von periodisch auftretenden elektrischen Impulsen (Spannungs- oder Stromstößen) bezeichnet Folgefrequenz (siehe z. B. Impulsfolgefrequenz bei Radargeräten) die Anzahl der Impulse pro Zeiteinheit, zum Unterschied von den Frequenzen, durch die im Sinne der Fourieranalyse (s. unten) die Kurvenform des einzelnen Impulses beschrieben werden kann. FrequenzspektrenStreng sinusförmige Schwingungen kommen in der Natur nicht vor. Dieses ist nicht nur in der Wellenform der Schwingung begründet, sondern auch in der zeitlichen Begrenztheit des Schwingungsvorgangs. Eine mathematisch exakte Sinuswelle wäre zeitlich unbegrenzt, damit wäre ihr Energieinhalt unendlich. Jeder zeitlich begrenzte Schwingungsvorgang, selbst wenn er die Form einer Sinuskurve hat, ist immer eine Überlagerung mehrerer Frequenzen. Diese können in einem Frequenzspektrum dargestellt werden. Ein physikalisch realistischer Schwingungsvorgang besteht aus einem Gemisch unendlich vieler Frequenzen mit jeweils infinitesimalen Anteilen der Einzelfrequenzen. Mathematisch kann man Frequenzen deshalb als Einheitsvektoren eines Vektorraums auffassen, die selbst nicht mehr Elemente dieses Vektorraumes sind. Jeder periodische Vorgang lässt sich als eine Summe von in ihm vorhandenen Frequenzanteilen mit Hilfe der Fourieranalyse darstellen. Beispiele
Siehe auch
Weblinks
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