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Friedrich Clemens Gerke (* 22. Januar 1801 in Osnabrück; † 21. Mai 1888 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist, Musiker und ein Pionier der Telegrafie durch Weiterentwicklung des Morse Code. Ihm zu Ehren erhielt der 230 Meter hohe Fernmeldeturm in Cuxhaven den Namen Friedrich-Clemens-Gerke-Turm. LebenGerke wurde in einfachen Verhältnissen geboren. Mit 16 Jahren geht er in Hamburg in Stellung. Zunächst ist er Diener und Schreiber des Privatgelehrten Arnold Schuback. 1818 wechselt er als Kontorist zum Senator Brunnemann und erhält erstmals ein festes Gehalt. Am 10. Juli 1820 heiratet er die junge, hübsche aber ebenso mittellose französische Emigrantin Sophie Marianne Ducalais. Nach dem Versuch sich mit einem Hutmachergeschäft selbständig zu machen stehen sie nach kurzer Zeit mittellos da. Sie entschließen sich auszuwandern und lassen sich von der britischen Armee anwerben. Über Twielenfleth und Helgoland reisen sie nach Kanada. Gerke diente von 1821 bis 1823 in der britischen Armee beim Rifle Battalion, 60th Regiment als Musiker. Der Militärdienst gefällt Gerke nicht und es gelingt ihm einen Ersatzmann zu stellen, der die Restdienstzeit ableistet. Nach seiner Rückkehr 1823 nach Hamburg nutzte er die neuen Sprachkenntnisse zum Übersetzen von Büchern über Telegraphentechnik. In den Jahren vor seiner Tätigkeit für den optischen und später elektrische Telegrafen arbeitete er als Musiker in Vergnügungslokal im dänischen Altona auf St. Pauli. In diese Zeit fällt auch seine beginnende Tätigkeit als Schriftsteller und Journalist. Nach einigen Jahren kann er seine Musikerlaufbahn beenden und ist nur noch literarisch tätig. Ab 1838 arbeitete er für J.L. Schmidt, der die optische Telegrafenlinie Hamburg-Cuxhaven betrieb, und behob die Probleme dieser Verbindung. Diese Telegrafenlinie diente einem Schiffsmeldedienst auf der Elbe. Im Jahre 1842, beim großen Hamburger Brand, forderte er via Telegrafie Hilfe aus dem hamburger Umland an. Auf Veranlassung des Senator Möring stellen die Amerikaner William und Charls Robinson den elektrischen Morsetelegraphen in Hamburg vor. Die Vorteile der neuen Technik erkennend, wechselte Gerke zur Elektro-Magnetischen Telegraphen-Compagnie, die am 15. Juli 1848 eine Verbindung von Hamburg nach Cuxhaven in Betrieb nahm. Gerke wurde 1847 Inspektor dieses Unternehmens, das als erstes in Europa das Morsealphabet benutzt. Gerke erkannte die Nachteile des American Morse Code und änderte rund die Hälfte der Zeichen in seine noch heute weltweit gebräuchliche Internationalen Telegraphenalphabet um. Der wesentliche Nachteil des amerikanischen Morse Code lag in der unterschiedlichen Signalgebung von 'kurzen' und 'längeren' langen Zeichen. Im System nach Gerke gibt es nur kurze und lange Zeichen. Ein langes Zeichen hat die dreifache Länge eines Kurzzeichens. Die Kodierung der Zahlen ist streng systematisch aufgebaut. Im Jahre 1850 starb seine Frau Marianne. Die Ehe war kinderlos geblieben. Kurze Zeit später heiratete Gerke eine wesentlich jüngere Frau. Mit ihr hat er fünf Kinder. Ab 1868 arbeitete Gerke für das neu gegründete Telegraphenamt in Hamburg und übernahm 1869 die Leitung. Am 21. Mai 1888 starb Gerke und wurde auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Das Grab wurde in den 1930er Jahren von den Angehörigen aufgegeben. Von seinem literatischen Lebenswerk ist einiges erhalten geblieben. Literatur
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