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Das GNU Build System, auch bekannt als Autotools, ist eine Sammlung von Tools für die Computerprogrammierung, die vom GNU-Projekt entwickelt wurden. Diese Tools sind für das Portieren von Quellcode-Packages in Unix-Systeme gedacht. Das GNU Build System ist Teil des GNU Toolchains und ist in freien Software-Projekten weit verbreitet. Während die Werkzeuge selbst Freie Software sind und unter der GPL stehen, können auch proprietäre Projekte damit entwickelt werden.
Enthaltene WerkzeugeDas GNU Build System enthält die GNU-Werkzeuge Autoconf, Autoheader, Automake und Libtool. Weitere ähnliche Programme, die oftmals zusammen mit dem GNU Build System genutzt werden, sind GNU’s Makeprogramm, GNU Gettext, pkg-config und die GNU Compiler Collection, auch unter der Bezeichnung GCC bekannt. GNU AutoconfAutoconf ist eine Software, die automatisch Shell-Skripte generiert, die wiederum Makefiles für ein Softwarepaket erstellen, um das Übersetzen des Quellcodes für verschiedene UNIX-Systeme (etwa Linux) zu ermöglichen. Die von Autoconf erstellten Skripte benötigen zur Ausführung nicht mehr Autoconf. Autoconf verwendet GNU m4, um eine vom Anwender erstellte Konfigurationsdatei configure.ac in ein portierbares Shellskript namens configure zu erzeugen. Dieses configure-Skript läuft ohne weitere Eingriffe des Benutzers und generiert an die Systemumgebung angepasste Header- und Makefiles aus vorgefertigten Templates. Autoconf wurde 1991 von David Mackenzie entwickelt, um seine Arbeit bei der Free Software Foundation zu vereinfachen. In den folgenden Jahren wuchs seine Bedeutung und es ist inzwischen das am häufigsten verwendete Konfigurationssystem für portierbare Open-Source-Software. Autoconf verarbeitet Dateien ( Wenn das generierte Konfigurationsscript ausgeführt wird, werden andere Vorlagen, die normalerweise die Endung „.in“ haben, so wie Autoconf wird dazu benutzt, kleinere Inkompatibilitäten auszubügeln, die in verschiedenen unixoiden Betriebssystemen gefunden wurden. Zum Beispiel haben einige unixoide Systeme Hilfsmittel, die als nicht funktionsfähig bekannt sind oder komplett fehlen. Autoconf erzeugt ein Shell-Skript, die dieses erkennen und umgehen kann. Der Output des Autoconf-Werkzeug ist das Konfigurationsskript. Autoconf enthält einige Hilfsprogramme, die entwickelt wurden, um das Erzeugen der configure.ac zu vereinfachen, darunter das Autoheader-Tool, das dazu benutzt wird, C Headerdateien zu handhaben, Autoscan, das eine anfängliche Datei für Autoconf erzeugt und ifnames, welche die C Präprozessoridentifier enthält, die im Programm benutzt werden. ArbeitsweiseAutoconf arbeitet vergleichbar dem Metakonfigurationspaket von Perl. Die Idee hinter autoconf ist die Prüfung auf die Verfügbarkeit von Features, nicht von bestimmten Programmversionen. So unterstützt zum Beispiel der C-Compiler von SunOS 4 nicht den ISO-C-Standard. Eine reine versionsbasierte Vorgehensweise würde daher keinen ISO-C-Compiler auffinden, obwohl auf diesem System durchaus ein entsprechender Compiler vorhanden sein könnte. Erst der Ansatz, ein Zielsystem auf bestimmte Eigenschaften (Features) zu prüfen, führt hier zum gewünschten Ergebnis. Üblicherweise wird durch die Datei configure.ac ein portables Skript namens "configure" erzeugt. Vor dem Übersetzen des Quellcodes muss dieses Skript ausgeführt werden, um die systemabhängigen Makefiles und Headerdateien zu generieren und die Voraussetzungen an das System zu überprüfen. Wird das "configure"-Skript mit dem "--help"-Argument ausgeführt, werden die möglichen Optionen angezeigt. GNU AutoheaderGNU Autoheader erzeugt eine Vorlage für eine Konfigurations-Header-Datei aus einer Autoconf-Konfigurationsdatei[2]. Die Verwendung von GNU Autoheader ist optional. GNU Autoconf bzw. Automake ist auch ohne GNU Autoheader verwendbar. Wenn Autoheader nicht verwendet wird, dann müssen die von dem Projekt benötigten Konfigurationsmakros als Parameter bei jedem Compiler-Aufruf übergeben werden. Also kann bei nicht-Verwendung von autoheader, wenn das Projekt eine große Anzahl von Konfigurationsmakros benötigt, die Bildschirmausgaben von Compiler-Aufrufen unübersichtlich werden. GNU AutomakeAutomake hilft bei der Erzeugung von portablen GNU LibtoolLibtool hilft beim Erstellen von statischen und dynamischen Bibliotheken bei verschiedenen unixoiden Betriebssystemen. Libtool macht dies durch Abstrahieren des Erstellungsprozesses der Bibliothek, dabei versteckt es Unterschiede zwischen unterschiedlichen Systemen (beispielsweise von GNU/Linux Systeme und Solaris). Vorteile des GNU Build SystemDas GNU Build System stellt einem Programmierer eine Umgebung bereit, mit der er Cross-platform-Software programmieren kann (die zumindest auf verschiedenen unixoiden Betriebssystemen ausgeführt werden können). Es vereinfacht außerdem den Buildvorgang, weil der Nutzer normalerweise nur ein paar Kommandos ausführen muss, um das Programm aus dem Quellcode zu erzeugen und zu installieren. Die Werkzeuge, die vom GNU Build System benutzt werden, brauchen nur auf dem Computer des Entwicklers vorhanden zu sein. Die Nutzer selbst benötigen keine installierte Version von Autoconf, Automake oder Libtool, um die Software zu erstellen oder zu installieren, die mit deren Hilfe erzeugt wurde. Dies macht das GNU Build System unabhängig, weil es zum Erstellen nur Standardtools benötigt, die auf allen unixoiden Systemen vorhanden sind. Dies wird durch die Benutzung von Shell-Scripts bewerkstelligt, die dabei helfen, das Programm für das Betriebssystem des jeweiligen Nutzers zu konfigurieren. Die Werkzeuge, die im GNU Build System genutzt werden, können sowohl einzeln als auch gemeinsam genutzt werden; zum Beispiel kann ein Softwareprojekt Autoconf nutzen, ohne auch Automake zu nutzen. Allerdings können die Komponenten des GNU Build Systems auch miteinander agieren.
Einschränkungen des GNU Build SystemsDas GNU Build System nutzt Bourne-kompatible Shellscripts um dem Nutzer bei der Konfiguration und dem Buildvorgang zu helfen. Allerdings können einige Betriebssysteme, wie die Produktreihe Microsoft Windows, Bourne-Shellscripte nicht alleine ausführen. Dies macht das Erstellen von Software beim Windows Betriebssystem ein bisschen schwerer als das Erstellen auf unixoiden, die standardmäßig Unterstützung für Bourne-Shellscripte implementiert haben. Um Kompatibilität mit Konfigurationsscripts zu implementieren, kann man das Cygwin-System installieren. Cygwin liefert auch die GNU Compiler Collection, GNU Make und andere Software, die ein nahezu komplettes unixoides System in Windows erstellt. In zunehmendem Maße wird mit MinGW dadurch auch Cross-Compiling ermöglicht, um einen Windows-Host von einem GNU/Linux oder anderen unixoiden Buildsystemen auszuführen. Seit den Anfängen von MSYS wird die Benutzung von Cygwin weniger notwendig, wenn man das MinGW-Toolkit benutzt, weil es zur Integration der Autotools eine Umgebung schafft, die größtenteils-POSIX kompatibel ist. Projekte, die das GNU Build System nutzen, können wahlweise ein Konfigurationsscript in ihren Software Configuration Management Systemen (so wie CVS oder Subversion) bieten. Wenn ein Projekt, das das GNU Build System nutzt, kein generiertes $ aclocal $ autoconf $ autoheader $ automake Es werden möglicherweise nicht alle oder mehrere Kommandos benötigt, abhängig davon in welcher Weise das vorhandene Projekt das GNU Build System nutzt. Darüber hinaus ist es auch üblich, ein Script zur Verfügung zu stellen, oftmals benannt als $ autoreconf benutzen, das automatisch die genannten Kommandos aufruft, falls sie benötigt werden. Diskussion von Nachteilen und Kritik
QuellenangabenSiehe auchWeblinks
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