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Glasmacher mit flüssigem Glas aus dem Hafen
Der überwiegende Teil der Glasmacher arbeitet in der Glasindustrie, zum Beispiel bei Hohlglasherstellern, in Glashütten (dort meist in Studioabteilungen) oder in Spezialglashütten mit Antikglasfertigung. Glasmacher entnehmen dem Hafen- oder dem Wannenofen mittels einer Glasmacherpfeife, einem langen Rohr, Glasklumpen. Diese werden durch Drehen, Blasen und in Formen zu den gewünschten Halbzeugen verarbeitet. Diese Tätigkeit darf nicht mit der des Glasbläsers verwechselt werden. Historisch war Glasmacher die Sammelbezeichnung (der Oberbegriff) für verschiedene an der Fabrikation beteiligte Spezialisten. Vor der Epoche der industriellen Glasproduktion, also vor dem 19. Jahrhundert, wurde Glas in Wanderglashütten produziert. Spätestens alle 10-20 Jahre musste eine mit Holzkohle befeuerte Waldglashütte ihren Standort wechseln, weil dann die für die Befeuerung des Schmelzofens nötigen Waldbäume in weitem Umkreis gerodet waren. Die Hütten wurden von einem privaten Unternehmer geführt. Dieser Glasmeister holte sich vom Grundherrn die Erlaubnis für den befristeten Hüttenbetrieb an einem Standort, stellte die Beschäftigten ein, hütete als Betriebsgeheimnisse die Herstellungsverfahren und vermarktete die Produktion. Zum Hüttenbetrieb gehörten 40-60 Personen, die meistens miteinander eng verwandt und verschwägert waren und untereinander heirateten, das heißt ihre Partner in anderen Glasmachersippen suchten. Zur Hütte gehörten Holzfäller, Schürer, Hirte, Wirker, Aufbläser, Meistergeselle und der Meister. Siehe auchWeiterführende Links |
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