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Ii
I beziehungsweise i (gesprochen: [iː]) ist der neunte Buchstabe des lateinischen Alphabets und ein Vokal (auch wenn er unter bestimmten Bedingungen konsonantisch ausgesprochen werden kann). Der Buchstabe I hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 7,55 Prozent. Er ist damit der dritthäufigste Buchstabe in deutschen Texten. Des Weiteren hat „I“ verschiedene andere Bedeutungen (zumeist Abkürzungen).
AusspracheDas langgesprochene IEin langgesprochenes I wird in der Deutschen Sprache in der Regel mit ie (im Wortinnern und im Auslaut von Funktionswörtern) oder mit ieh (im Auslaut, vor [ə] oder einer Endung) gekennzeichnet (lieben, Wiese, Ziel, Schiene, Biest, die, sie, wie, …/Vieh, ziehen, wiehern, lieh, …). (Doppel-i gibt es nur ausnahmsweise und auch nur in Fremdwörtern, wie in Hawaii - die lange Aussprache des i ist hier außerdem unüblich.) ih (wie ah, äh, eh usw. vor l, m, n, r) und i gibt es dagegen häufiger, jedoch regelmäßig nur im Anlaut, da dort ie (aus schriftgeschichtlichen Gründen) nicht vorkommt (Igel, Isegrim, Ihle, …, in Eigennamen und vor allem in den Personalpronomen ihm, ihn, ihr und ihren Ableitungen). i und ieh im Inlaut und ie im Auslaut kommen in einheimischen Wörtern zudem gelegentlich als besondere, markierte Schreibungen anstelle von regelmäßigem ie/ieh vor (Lid, wider, Distel, gibt, stiehlt, …/Knie, spie, …). i ist aber in Fremdwörtern die ganz regelmäßige Schreibung für langes i (Maschine, Motiv, Rendite, intim, Silo, Visum, …). In Fremdwörtern kommt ie dagegen nur in ganz bestimmten Fällen vor: in den meisten Wörtern auf -ier (Klavier, regieren, Manieren, Papier, …), in ein paar Wörtern auf -ies (Paradies, portugiesisch) und (anstelle von ieh, in Parallele zu -ee) ganz regelmäßig in Wörtern, die auf ein langes betontes i enden (Industrie, Biologie, Regie, Manie, Partie, …). ih kommt in Fremdwörtern nur ganz selten vor (Schlemihl). Herkunft
Im proto-semitischen Alphabet stellt der Buchstabe das Symbol für eine Hand mit einem Arm dar. Bereits in diesem Alphabet wurde begonnen, das Symbol stark zu vereinfachen, sodass zum Teil nur noch die Armbeugung und die Umrisse der Hand erkennbar sind. Im phönizischen Alphabet hatte der Buchstabe den Namen Yodh (Hand/Arm) und stand für den Halbkonsonanten [j] (wie in jung). In das griechische Alphabet wurde das Yodh als Iota übernommen. Die Griechen änderten wegen ihrer vokalreichen Sprache den Lautwert des Buchstabens, er stand nun für [i]. Bereits im frühgriechischen Alphabet aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. verlor das Iota alle Anfügungen und wurde zum simplen senkrechten Strich. Weder im etruskischen noch im lateinischen Alphabet wurde der Buchstabe noch wesentlich verändert, der Lautwert [i] blieb erhalten. Der I-PunktDer Punkt auf dem Kleinbuchstaben entstand im 14. Jahrhundert. Es war ein Akzent, der immer kleiner wurde. In manchen europäischen Sprachen haben sich zwei Punkte auf dem kleinen I als Akzentuierung herauskristallisiert. Siehe auch Punkt (Akzent). Ein besondere Rolle spielt die Buchstabengruppe İ, I, i, ı unter anderem in der türkischen Sprache. İ, i und I, ı stehen dort für zwei verschiedene Laute. Siehe İ. Handschriftlich kommt (um 1930, A) auch ein "i-Punkt" über der nur als Strich geschriebenen Zahl 1 vor. ZitatI, der höchste unter den vocalen,(…) wird von ICKELSAMER (…) in naiver weise beschrieben. nachdem er angegeben, wie das e hervorgebracht wird, sagt er: also auch das i, allein mit engerer beschlieszung der zene, die sich geneuer berieren, und ist fast der laut des kirrens der seu, wenn mans (man sie) sticht oder würget.(…) (aus dem Grimmschen Wörterbuch) WeblinksSiehe auch
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