Intel Atom

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Intel Atom

Intel Atom Emblem
Produktion: seit 2008
Produzent: Intel
Prozessortakt: 800 MHz bis 1,8 GHz
FSB-Takt: 100 MHz bis 133 MHz
L2-Cachegröße: 512 KB
Fertigung: 45 nm
Befehlssatz: x86 / IA-32, teilweise Intel 64
Mikroarchitektur: Intel-Atom-Mikroarchitektur
Sockel: Sockel 441
Namen der Prozessorkerne:
  • Silverthorne
  • Diamondville

Die Intel-Atom-Serie ist eine Familie von 32-Bit- und (in der neuesten Version) 64-Bit-Mikroprozessoren für mobile und stationäre Computer von Intel. Diese Prozessoren basieren auf der Intel-Atom-Mikroarchitektur. Die Atom-Prozessoren sind für besonders energiesparende und günstige Systeme gedacht und sollen unter anderem in MIDs, UMPCs und ähnlichem eingesetzt werden. Außerdem bilden sie die Basis für Intels Plattform „Intel Atom“ (ehemals „Intel Centrino Atom“) für mobile Internetgeräte.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Silverthorne

Silverthorne ist der Kern für die ersten Prozessoren der Atom-Reihe mit einem Prozessorkern (Einkernprozessor). Diese Prozessoren für den Sockel 441 werden in 45 nm gefertigt und haben einen 512 KB großen L2-Cache. Sie unterstützten Hyper-Threading und SSE-Befehle bis SSSE3. Der Prozessor wurde am 2. April 2008 auf dem Intel Developer Forum in Shanghai vorgestellt.[1] Vorwiegende Einsatzgebiete für Silverthorne-Prozessoren sind z.B. mobile Rechner und Embedded-PCs.

Diamondville

Als Ergänzung zu Silverthorne wurde im Juni 2008 Diamondville vorgestellt.[2] Dieser Prozessor ist zunächst in zwei Varianten verfügbar:

  • Die Atom 200- und Atom 300-Serien sind hauptsächlich für preiswerte, stromsparende und kompakte Desktoprechner gedacht, die von Intel auch als Nettops bezeichnet werden. Die Prozessoren dieser Serien sind bisher die einzigen Atom-Prozessoren, die auch 64-Bit-Programme ausführen können.
  • Der Atom N270 ist vorwiegend für günstige Subnotebooks gedacht, für die Intel den Begriff Netbook kreiert hat. Ein populäres Beispiel hierfür ist der Asus Eee PC (erst ab dem 900A/901 mit Atom-Prozessor). Teilweise wird der Prozessor aber auch in Nettops (z. B. Asus Eee Box) eingesetzt.

Moorestown

Als Nachfolger für Silverthorne ist ab 2009 Moorestown geplant.[3] Als größter Unterschied zum Vorgänger werden Grafikprozessor und Speichercontroller in den Prozessor-Chip integriert, wodurch Platzbedarf und Stromverbrauch des Gesamtsystems weiter sinken werden - so ist von einer typischen Leistungsaufnahme von 0,5 Watt die Rede[4].

Medfield

Für 2010 steht mit dem Medfield bei Intel eine weiter verbesserte Version dieser Prozessorserie auf der Agenda. Ein weiterer Fortschritt neben der Fertigung in 32-Nanometer-Technologie ist, dass nun nicht nur die Grafik, sondern der komplette Chipsatz samt I/O- und Multimediakomponenten mit in den Chip integriert werden soll[4].

Stromsparmechanismen

Die Prozessoren verfügen über besonders effektive Stromsparmechanismen, durch die der sehr geringe Stromverbrauch im Leerlauf weiter abgesenkt werden kann. Das meiste davon entspricht dem Speedstep der Pentium M-Familie, zudem gibt es eine weitere Stufe bei völliger Inaktivität. Hierdurch unterscheidet sich die Akkulaufzeit von auf einem Atom basierenden Netbooks beispielsweise zwischen lesen und schreiben von Texten. Bei einem Pentium M zeigt diese Menge an Aktivität keinerlei Auswirkungen.

Chipsätze

Für die Silverthorne-Atoms hat Intel einen eigenen stromsparenden Chipsatz mit dem Namen Poulsbo entwickelt, diese Prozessoren werden auch nur im Bundle mit diesem Chipsatz verkauft.

Hauptsächlich aus Kostengründen[5] wurde für die Nettop-Atoms (Atom 230 und 330) der Intel 945GC-Chipsatz vorgesehen. An der Verwendung dieses Chipsatzes gibt es viel Kritik, da dessen Stromverbrauch recht hoch ist, er verbraucht erheblich mehr Strom als der Prozessor selbst. Ein typisches Atom 230-System mit diesem Chipsatz verbraucht so im Leerlauf etwa 25 W, bei Vollast ca. 35 W.[6]

Der Netbook-Atom N270 wird in Verbindung mit dem Mobile-Chipsatz Intel 945GSE verwendet, was den Stromverbrauch gegenüber den anderen Varianten um etwa 10 W (in beiden Fällen) senkt.

Modelldaten

Silverthorne

  • Revision:
  • L1-Cache: 32 + 24 KB (Instruktionen + Daten)
  • L2-Cache: 512 KB mit Prozessortakt
  • MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3, XD-Bit, IVT, teilweise Hyper-Threading (je nach Modell)
  • Sockel 441, AGTL+ mit 100 oder 133 MHz FSB (quadpumped, FSB 400 oder FSB 533)
  • Betriebsspannung (VCore): 0,3–1,2 V
  • Verlustleistung (TDP): 0,65–2,4 W
  • Erscheinungsdatum: 2. März 2008
  • Fertigungstechnik: 45 nm
  • Die-Größe: 24,18 mm² bei 47 Millionen Transistoren
  • Taktraten: 800 MHz–1,86 GHz
  • Modellnummern:
    • 100 MHz FSB, ohne Hyper-Threading
      • Z500: 0,80 GHz mit 0,65 W TDP
      • Z510: 1,10 GHz mit 2,00 W TDP
    • 133 MHz FSB, mit Hyper-Threading
      • Z520: 1,33 GHz mit 2,00 W TDP
      • Z530: 1,60 GHz mit 2,00 W TDP
      • Z540: 1,86 GHz mit 2,40 W TDP

Diamondville

Es existieren sowohl Einzelkern- als auch Doppelkernprozessoren mit diesem Kern, wobei bei letzteren der gleiche Kern zweimal auf einem Chip verbaut ist.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Pressemitteilung von Intel
  2. Pressemitteilung von Intel
  3. http://www.tecchannel.de/pc_mobile/news/1734250/
  4. a b Medfield - Atom 2010 in 32 Nanometern vom 08.12.08, 10:06h bei Golem.de, abgerufen am 08.12.08, 10.47
  5. Interview mit Chris Tobias, c't 22/08, S.128
  6. Artikel zur Atom-Vorstellung bei heise.de

Weblinks

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