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Windows Internet Explorer (früher Microsoft Internet Explorer, Abkürzung: IE oder auch MSIE) bezeichnet einen Webbrowser von Microsoft für das Betriebssystem Microsoft Windows. Seit Windows 95b, SR2 ist der Internet Explorer fester Bestandteil von Windows-Betriebssystemen. Bei älteren Windows-Versionen kann er nachinstalliert werden. Die derzeit aktuelle Version ist Windows Internet Explorer 7. Seit dem Erscheinen der 7. Generation des Webbrowsers, erschienen im Jahre 2006, lautet der Produktname Windows Internet Explorer (Abkürzung: WIE). Den Microsoft Internet Explorer gab es für einige Zeit auch in Versionen für Mac OS und Unix-Derivate wie Solaris und HP-UX.
EntstehungsgeschichteDie ersten Versionen
Internet Explorer 3 auf Windows 95
Der Internet Explorer wurde, ähnlich dem Netscape Navigator, aus dem NCSA Mosaic weiterentwickelt, einem Browser der ersten Generation, der ursprünglich am National Center for Supercomputing Applications programmiert wurde. Microsoft entwickelte die erste Version im Jahr 1995, aufbauend auf einem Lizenzvertrag der Firma Spyglass. Im Rahmen einer Vereinbarung wurden Spyglass eine quartalsmäßige Gebühr sowie ein Prozent der Einnahmen versprochen. Da Microsoft den Browser kostenfrei vertreibt und somit keine direkten Einnahmen macht, zahlte das Unternehmen lediglich das versprochene Minimum. 1997 drohte Spyglass mit einer vertraglichen Prüfung, was Microsoft mit einer Zahlung von acht Millionen US-Dollar beglich. Microsoft hatte die Entwicklung des Internets zunächst verschlafen und konnte bis zur dritten Version mit dem Netscape Navigator nicht mithalten. Daher wurde versucht, durch das Bewerben und die kostenlose Bereitstellung der Software (auch für Macintosh- und Unix-User) einen Vorsprung zu erzielen. Version 4 (mit Erweiterungen für Win 95/NT 4.0)Ab Version 4.0 wurde der Internet Explorer tiefer in das Windows-Betriebssystem integriert und der Active Desktop eingeführt. Dieser ermöglicht die automatisch aktualisierte Darstellung von Webseiten wie Wetterkarten, Aktienkursen und jeder anderen Seite auf der Arbeitsoberfläche des Computers (Desktop). Einige der wichtigeren Neuerungen dieser Version betrafen das Betriebssystem selbst, so wurde eine Schnellstartleiste eingeführt (mit einem Klick auf "Desktop anzeigen" werden alle geöffneten Fenster minimiert und der Desktop damit frei, Programmicons können dauerhaft in der Taskleiste gespeichert werden). Zudem wurde der Windows Explorer verbessert (UNC-Pfade und Netzwerkrechner lassen sich direkt über die Adresszeile ansteuern, Icons lassen sich beliebig nach Bedarf verändern), und es gab Einstellungsmöglichkeiten für Grafikkarten und Monitor; des Weiteren ließen sich jetzt visuelle Darstellungen verändern (z. B. Anti-Aliasing). Diese betriebssystemnahen Erweiterungen waren nur für Windows vorgesehen und in der Macintosh-Version nicht enthalten. Das Update auf 4.0b1 brachte zum ersten Mal auch eine (allerdings unvollständige) PNG-Unterstützung (keine Alpha-Transparenz) und war auch wieder ohne Explorer-Erweiterungen erhältlich. Erstmals überstieg die Zahl der IE-Nutzer die der Netscape-Nutzer, und der Internet Explorer konnte technologisch mit Konkurrenzprodukten gleichziehen. Die Versionen 5.x und 6.0Version 5 brachte die Unterstützung von bidirektionalem Text, Ruby-Markup, XML und MHTML. Da der Konkurrenzkampf zu Netscape noch nicht gewonnen war, gab es die Version 5.0 auch noch für Windows NT 3.51 und Windows 3.11/ WfW 3.11. Version 5.5 brachte Verbesserungen in der Druckvorschau, in der Unterstützung von CSS und HTML sowie in den Programmierschnittstellen. Dies war die letzte Version für Windows 95. Version 6 erschien im Oktober 2001 und verbesserte die Unterstützung von CSS 1, DOM 1 und SMIL 2.0. Zudem wurden die XML-Fähigkeiten erweitert, eine Medien-Symbolleiste und eine Bilder-Symbolleiste sowie die Unterstützung von P3P ergänzt. Außerdem wurde die Benutzerschnittstelle (unter anderem die Symbole) überarbeitet, um sie dem Aussehen von Windows XP anzugleichen. Am 9. September 2002 wurde das Service Pack 1 für den Internet Explorer 6 veröffentlicht, das zahlreiche Sicherheitsprobleme behob, aber davon abgesehen keine Änderungen beinhaltete. Dies war die letzte Version für Windows 98, NT 4.0v und 2000. Im August 2004 erschien das Service Pack 2 für Windows XP und den IE 6.0. Im Gegensatz zum ersten Service Pack brachte dieses verschiedene Neuerungen mit sich, darunter einen Popup-Blocker und eine Verwaltung für Browserzusätze. Der IE6 wurde mit dem Erscheinen von Windows XP Professional x64 erstmals als 64-Bit Variante angeboten. Version 7Die Entwicklung des Internet Explorers in der Version 7.0 war zunächst nicht als eigenständiges Produkt geplant. Im Herbst 2001, kurz nach der Veröffentlichung der Version 6.0, löste Microsoft das Entwicklerteam um den Internet Explorer auf.[1] Nur noch ein paar Mitarbeiter blieben, um sich um vorhandene Sicherheitslücken zu kümmern. Im Mai 2003 berichtete Microsoft zunächst, dass diese Version die letzte sein werde, die als eigenständige Installation verfügbar sein würde.[2] Der Browser sollte nur noch als Teil des Betriebssystems Windows Vista (Codename Longhorn) weiterentwickelt werden. Mitte Februar 2005 ließ Microsoft-Gründer Bill Gates jedoch verlauten, dass es nun doch eine eigenständige Version 7 geben werde.[3] Diese Kehrtwende wird vielerorts als Reaktion Microsofts auf den fallenden Marktanteil des Internet Explorer gewertet, welcher unter anderem durch den Aufstieg des konkurrierenden Browsers Mozilla Firefox seit dem Jahr 2004 bedingt war. Am 19. Oktober 2006 erschien schließlich die fertige Version 7 für Windows XP (32-Bit- und 64-Bit-Edition) und Windows Server 2003 mit englischsprachiger Benutzerführung. Die deutschsprachige Version folgte am 31. Oktober 2006. Seit dieser Version wird der Internet Explorer nicht mehr als Microsoft Internet Explorer, sondern analog zu Programmen wie dem Windows Media Player und dem Windows Defender als Windows Internet Explorer bezeichnet. Die neue Version wird seit November 2006 als Update mit hoher Dringlichkeit vertrieben.[4] Auf XP-Systemen wurde der Microsoft-Browser bisher nur selten auf Version 7 aktualisiert. Am 12. Februar 2008 wurde Version 7 im Zuge der selbsttätigen Betriebssystem-Updates für Firmensysteme erstmals automatisch installiert.[5] Mit der Version 7 wurde die Benutzerschnittstelle grundlegend umgebaut und vereinfacht. Erstmals ist die Registernavigation (auch als „Tabbed Browsing“ bekannt) sowie der Aufruf von Umlautdomains von Haus aus möglich. Es lassen sich RSS- sowie Atom-Feeds abonnieren, und die Unterstützung von CSS 2 und PNG-Grafiken mit Alphakanal wurde verbessert. Ein eingebauter Filter soll den Anwender vor Phishing-Angriffen schützen. Über ein ständig präsentes Suchfeld können verschiedene Suchmaschinen direkt genutzt werden. Persönliche Daten (zwischengespeicherte Dateien aus dem Web, gespeicherte Cookies, die Liste der besuchten Seiten, Passwörter und Formulardaten) lassen sich nunmehr auf einen Klick löschen. Neben der Möglichkeit, die Schriftgröße einer Webseite anzupassen, erlaubt Version 7 es, die gesamte Webseite samt Grafiken und Layout-Proportionen über die Zoom-Funktion zu vergrößern. Beim Ausdrucken einer Webseite wird diese automatisch skaliert, so dass sie auf die gedruckte Seite passt. Daneben können weitere Druckoptionen wie Ränder sowie Kopf- und Fußzeilen und die Druckgröße angepasst werden. Mit vielen dieser Änderungen knüpfte Microsoft an die Entwicklungen im Browsermarkt seit Erscheinen der Version 6 an und adaptierte verbreitete Fähigkeiten von anderen Browsern. Microsoft gab im Mai 2006 bei der Vorstellung von Windows Vista in Singapur bekannt, dass zukünftig jedes Jahr eine neue Internet-Explorer-Version veröffentlicht werden soll.[6] Dieses Ziel ist jedoch laut einer Pressemeldung im Mai 2007 von Chris Wilson (Internet-Explorer-Team) nicht realisierbar. Nach Wilsons Aussage soll der Internet Explorer 8 spätestens zwei Jahre nach dem Internet Explorer 7 erscheinen. Zwischenversionen sind nicht geplant. Version 8Am 6. März wurde die erste, am 27. August 2008 die zweite Beta-Version des Internet Explorer 8 veröffentlicht.[7][8] Die nächste Vorabversion, genannt Release Candidate, soll im ersten Quartal 2009 erscheinen[9]. Microsoft will unter anderem bestimmte Aktionen wie zum Beispiel das Versenden von Daten per E-Mail oder das Nachschlagen einer Adresse durch Aktionen im Kontextmenü vereinfachen. Zusätzlich sollen Webstandards besser unterstützt werden, so soll diese Version beispielsweise den Acid2-Test bestehen. Außerdem wurde das Wiederherstellen der geöffneten Tabs nach einem Absturz integriert und der Phishing-Filter soll verbessert worden sein.[10] VersionsgeschichteBisher wurden die folgenden Versionen veröffentlicht: Für Microsoft Windows
Für Microsoft Windows CE
Für Microsoft Pocket PC
Für Microsoft Windows Mobile
Für Apple Macintosh
Die Entwicklung der Internet Explorer für Macintosh wurde im Juli 2003 mit der Version 5.1.7 für Mac OS 9 eingestellt, einen Monat davor gab es mit der Version 5.2.3 die letzte Version für Mac OS X. Der Internet Explorer war eines der zusätzlichen Programme, die bei einer Standardinstallation von Mac OS von Version 8.1 bis Mac OS X Version 10.3 installiert wurden. Am 31. Dezember 2005 wurde der offizielle Support von Microsoft für den Internet Explorer unter Mac OS vollständig eingestellt. Microsoft empfiehlt dabei, dass die Macintosh-Anwender auf "aktuellere Webbrowsing-Technologien wie Apples Safari" umsteigen. Im Februar 2006 wurde der Browser außerdem aus dem Downloadangebot von Microsoft herausgenommen, der Support in Microsoft-Newsgroups und der Microsoft Knowledge Base wird aber erhalten bleiben. Für Unix
Die Entwicklung des Internet Explorer für Unix (HP-UX und Sun Solaris) wurde 2002 eingestellt; auf der Website von Microsoft steht der Internet Explorer für Unix auch nicht mehr zum Download bereit. Support über die microsoft-eigenen Newsgroups und die "Knowledge Base" ist aber noch verfügbar.[12] KritikpunkteSicherheitDer Internet Explorer wird durch seine große Benutzerschaft mit zahlreichen Mediendateien im Internet auf Fehler geprüft. Dabei brachte ihm die Ausnutzung von Sicherheitslücken den Ruf eines der unsichersten unter den verbreiteten Browsern ein. Diese Sicherheitslücken ermöglichten es in der Vergangenheit wiederholt, den Browser zum Absturz zu bringen, persönliche Daten des Benutzers auszulesen, Einstellungen zu verändern (so genanntes Entführen, engl. hijacking) oder ungefragt Programme auszuführen. Manche Kritiker vertreten die Auffassung, Microsoft kümmere sich nicht genug um Sicherheit. Andere hingegen sind der Meinung, dass der Internet Explorer nicht signifikant mehr Sicherheitslücken als vergleichbare Browser habe. Durch die besondere Verbreitung sei der Internet Explorer lediglich das vorrangige Ziel von Angriffen. Deshalb würden dessen Lücken schneller bekannt, während Fehler eines weniger verbreiteten Browsers unbekannt blieben. Ferner wird kritisiert, dass Microsofts Umgang mit Sicherheitslücken übertrieben formalisiert sei. Statt die Korrektur einer Sicherheitslücke möglichst schnell nach der Entdeckung der Lücke anzubieten, veröffentlicht Microsoft einmal im Monat alle Patches des Monats (Patch Day). Zwar bietet dieses Vorgehen einige Vorteile für Systemadministratoren, aber im schlimmsten Fall können zwischen der Entdeckung und der Schließung einer Lücke mehrere Wochen vergehen, in denen sich Exploits bereits verbreiten und großen Schaden anrichten können. Microsoft veröffentlicht deshalb manchmal Patches für besonders kritische Lücken auch vor dem nächsten planmäßigen Patch-Day. Microsoft zeigt sich bemüht, die Sicherheit zu verbessern. Durch das Service Pack 2 für Windows XP wurden viele Sicherheitslücken geschlossen. Der Internet Explorer 7 für Windows Vista besitzt den sogenannten „geschützten Modus“ (ähnlich der in Windows-Server-Varianten existierenden Erweiterung). In diesem Modus läuft der Browser mit besonders eingeschränkten Zugriffsrechten, die Schreibzugriffe nur mehr auf den Browser-Cache ermöglicht. Im Falle der Ausnutzung einer Sicherheitslücke kann sich Schadsoftware dadurch nicht im Windows-Betriebssystem einnisten. In allen Varianten des Internet Explorer 7 werden zudem fremde, nicht vertrauenswürdige ActiveX-Controls automatisch geblockt. Das Ausnutzen von Sicherheitslücken von Windows-Programmen im Allgemeinen und des Internet Explorers im Speziellen wird durch unbekümmertes Verhalten der Anwender begünstigt. So ist es für viele Windows-Anwender selbstverständlich, im Alltag ein so genanntes Administratoren-Profil zu nutzen, das mit privilegierten Zugriffsrechten ausgestattet ist. Dies ermöglicht im Falle eines Angriffs eine weitaus größere Kontrolle über den Computer, als es ein normales Benutzerprofil erlauben würde. Da der alltägliche Gebrauch von privilegierten Profilen unter anderen Betriebssystemen selten ist, werden die weitverbreiteten Windows-basierten Systeme häufiger Opfer solcher Angriffe. Es wird daher nicht nur Internet-Explorer-Anwendern geraten, beim Websurfen ein eingeschränktes Benutzerprofil zu verwenden. Zudem sollte man regelmäßig Aktualisierungen einspielen und Zusatzprogramme wie Antivirenprogramme verwenden. Die meisten Sicherheitslücken in Browsern treten bei so genannten aktiven Inhalten (Skripten oder ActiveX-Steuerelementen) auf. Daher wird meist geraten, diese zu deaktivieren oder in ihrer Funktion einzuschränken. Zahlreiche Webseiten können dann aber nicht im vollen Umfang genutzt werden, weil sie auf diesen Funktionen aufbauen. Der Heise-Browsercheck demonstriert einige der Sicherheitsprobleme des Internet Explorers. Dort kann man überprüfen, ob der eigene Browser mit seiner speziellen Konfiguration von bekannten Sicherheitslücken betroffen ist. Die offengelegten Programmierschnittstellen (APIs) des Internet Explorers erlauben es anderen Programmierern, bei ihrer Software-Entwicklung auf Microsofts Browsertechnik aufzusetzen. Zahlreiche Programme machen davon Gebrauch, weshalb die Vor- und Nachteile des Internet Explorers dann auch für diese Anwendungen gelten. Beispielhaft hierfür sind die häufig verwendeten E-Mail-Programme Microsoft Outlook und Outlook Express. Sie verwenden zur Darstellung von HTML-formatierten E-Mails dieselben Softwarekomponenten, die der Internet Explorer für Webseiten benutzt. Deshalb reicht es oft, Benutzern dieser Programme eine E-Mail zu senden, um Sicherheitslücken auszunutzen. Innere TechnikNachdem der Internet Explorer der Vorreiter bei der Implementierung von Web-Standards wie CSS 1.0 und dem DOM 1 war, wird heutzutage die unvollständige und teilweise fehlerhafte Implementierung von XHTML, CSS 2.0, DOM 2 und 3, PNG und SVG und anderen neueren Webtechniken kritisiert. Diese unzureichende Unterstützung von aktuellen Standards wird zum Teil damit erklärt, dass der Internet Explorer lange Zeit nach Erscheinen der Version 6 im Jahr 2001 nicht weiterentwickelt wurde. Die 2006 erschienene Folgeversion 7 brachte erhebliche Verbesserungen, besteht aber beispielsweise den so genannten Acid2-Test noch nicht. Microsoft kündigte an, mit den kommenden Versionen die Unterstützung der Webstandards weiterhin schrittweise zu verbessern. Es widerspricht ferner dem Standard, dass der Internet Explorer die Content-Type-Angabe in der HTTP-Antwort des Webservers nur eingeschränkt auswertet. Beispielsweise werden Daten als HTML behandelt, die wie HTML aussehen, auch wenn der Webserver ausdrücklich einen anderen Inhaltstyp angegeben hat. Bündelung mit WindowsDer Internet Explorer ist während des Kartellrechtsprozesses gegen Microsoft durch seine Bündelung mit dem Betriebssystem Windows in das Blickfeld der Medien gekommen. Durch diese Bündelung soll Microsoft seinen stärksten Konkurrenten und früheren Marktführer Netscape aus dem Markt gedrängt haben. Bei der außergerichtlichen Einigung musste Microsoft sich verpflichten, den Anwendern eine freie Wahl des Web-Browsers und anderen mit Windows mitgelieferten Anwendungen zu gewähren. Dies ist in Form eines Auswahldialoges in neueren Versionen von Windows geschehen (in Windows 2000 ab Service Pack 4 und in Windows XP ab Service Pack 1), jedoch kann der Internet Explorer dadurch nur „versteckt“, aber nicht entfernt werden. DatenschutzMicrosoft gibt an, dass die Daten, die bei der Nutzung des Internet Explorers entstehen, vom Konzern gespeichert und verarbeitet werden können. Welcher Art diese Daten sind, wird von Microsoft nicht präzisiert. Microsoft befolgt eigenen Angaben nach eine Vereinbarung zwischen der US-Regierung und der Europäischen Union über die Sammlung, Verwendung und Aufbewahrung von Daten, die aus der Europäischen Union stammen. Microsoft behält sich den Zugriff und die Offenlegung der Daten vor. Gründe für ein solches Vorgehen können laut Microsoft gesetzliche Vorschriften, aber auch der Schutz und die Verteidigung der Rechte und des Besitzes von Microsoft sein. Außerdem könne ein solches Vorgehen in dringenden Fällen nötig sein, um die persönliche Sicherheit von Microsoft-Angestellten, Nutzern von Microsoft-Produkten oder -Dienstleistungen sowie der Öffentlichkeit zu gewährleisten. Der Nutzung der Daten kann auch dann erfolgen, wenn Microsoft im guten Glauben handelt, dass ein solches Vorgehen nötig sei. Bei der Nutzung des Phishing-Filters des Internet Explorers wird die Adresse der aufgerufenen Webseite, die IP-Adresse, der Browser-Typ und die Versionsnummer des Phishing-Filters mit Hilfe einer verschlüsselten Verbindung an Microsoft gesendet. Außerdem werden Statistiken zur Nutzung des Phishing-Filters erstellt und an den Konzern geschickt. Diese Statistiken sind laut Microsoft anonym. Der Konzern versichert, dass die Informationen, die aus der Analyse des Phishing-Filters gewonnen werden, nicht dazu dienen, den Nutzer zu identifizieren. [13] VerbreitungNach der Verdrängung des Netscape Navigators im so genannten Browserkrieg (1995 bis 1998) ist der Internet Explorer heute der meistgenutzte Browser im World Wide Web. Dies ist zum einen auf die Einbindung des Internet Explorers in das Windows-Betriebssystem zurückzuführen, zum anderen war der Internet Explorer mehrere Jahre nahezu konkurrenzlos, nachdem die Entwicklung des ehemaligen Marktführers Netscape Navigator Anfang 1998 eingestellt wurde und Opera lange Zeit nicht kostenlos verfügbar war. Seit der Veröffentlichung des auf der Netscape-Technologie basierenden Konkurrenten Mozilla Mitte 2002 und des daraus hervorgegangenen Firefox Ende 2004 ist der Marktanteil des Internet Explorers kontinuierlich gesunken. OneStat.com beispielsweise misst einen weltweiten Marktanteil von 84,66 Prozent. In Deutschland benutzten gemäß dieser Statistik 68,84 Prozent der untersuchten Websurfer den Internet Explorer (Stand: Juni 2007).[14] Laut WebHits liegt der Marktanteil auf deutschen Webseiten bei 68,8 Prozent (Stand: Oktober 2007). [15] Nach Angaben des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts Janco verlor der Browser 2007 weiter an Nutzern und erreicht nur noch einen Marktanteil von 63,86 Prozent (Stand: September 2007).[16] Insgesamt sind Browserstatistiken immer mit großen Fragezeichen behaftet und geben zuverlässig nur die grobe Verteilung und ggf. Trends an, weil jede Statistik nur auf der Auswertung der Logdateien ausgewählter Websites beruht und es keine unbestritten repräsentative Auswahl dafür zu verwendender Websites gibt. Sowohl regional wie auch je nach Zielgruppe des jeweiligen Webangebotes gibt es starke Abweichungen von diesen Durchschnittswerten. Ein extremes Beispiel: Die sehr populären Seiten des IT-Verlages Heise verzeichnen einen Internet-Explorer-Anteil von nur 25,6 Prozent (Stand: Dezember 2007).[17] Siehe auchWeblinks
Quellen
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