Piaristen

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José de Calasanz mit Kindern

Die Piaristen (Lateinisch: Ordo Clericorum Regularium Pauperum Matris Dei Scholarum Piarum) sind eine katholische Ordensgemeinschaft von Männern, vornehmlich Priestern, die in der Erziehung und im Schuldienst wirken.

Überblick

Die Piaristen gehen auf eine Gründung des Spaniers José de Calasanz (* 1557; † 1648 in Rom) zurück. 1597 errichtete Calasanz in einem Pfarrhaus im römischen Armenviertel Trastevere die erste kostenfreie Schule für das gemeine Volk. 1617 wurden die Piaristen päpstlich approbiert. Der Orden ist seit 1689 vornehmlich in Österreich, Böhmen, Ungarn und Polen tätig. Im 18. Jahrhundert unterhielt der Orden in Österreich 24 Gymnasien und war das führende Schulsystem im mittleren Bildungswesen, besonders anerkannt waren seine literarischen Ordensspiele.

Als 1869 das Reichvolksschulgesetz erlassen wurde, kam es ab 1870 zur Säkularisierung vieler Piaristenschulen. Heute gibt es österreichische Niederlassungen in Wien (Provinzialat), Horn und Krems.

Literatur

  • Karl A.F. Fischer: Verzeichnis der Piaristen der deutschen und böhmischen Ordensprovinz. Catalogus generalis provinciae Germanicae et Bohemicae ordinis scholarum Piarum. R. Oldenbourg, München 1985. ISBN 3-486-51111-4
  • Heinrich Pleticha: Piaristen und Gymnasiasten. Schülerleben im alten Prag. Vitalis, Furth im Wald - Prag 2001. ISBN 3-934774-40-7
  • Metodej Zemek, Jan Bombera, Ales Filip: Piaristé v Čechách, na Moravě a ve Slezsku 1631 až 1950. Scholae Piae, Prievidza 1992 (tschech.). ISBN 80-85716-02-X

Weblinks

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