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Keith Rupert Murdoch (* 11. März 1931 in Melbourne) ist ein australischer Medienunternehmer. Murdoch besitzt die australische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
LebenDer Sohn von Keith Murdoch und Dame Elisabeth Murdoch sr., geb. Greene, besuchte die private Geelong Grammar School in Australien und studierte anschließend an der Oxford University in England. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters 1952 übernahm er die Führung im väterlichen Medienkonzern, der damals aus zwei Zeitungen in Adelaide (unter anderem The News) und einem Radiosender bestand. Es folgten zahlreiche Übernahmen, Beteiligungen und Neugründungen von Zeitungs- und Buchverlagen, Radio- und Fernsehsendern, sowie Filmstudios, zunächst in Australien, dann in Großbritannien und anschließend in den USA. Rupert Murdoch ist Hauptaktionär und leitender Vorstand der News Corporation, eines weltweit agierenden Medienkonzerns, der zahlreiche Beteiligungen an Film- und Fernsehunternehmen, Zeitungs- und Buchverlagen und sogar eine Baseball-Mannschaft (Los Angeles Dodgers) besitzt. Die Herzstücke dieses Medienimperiums sind u.a. das Hollywood-Film Studio 20th Century Fox und das US-amerikanische TV-Network Fox Television, das der Australier Murdoch 1986 erst nach erfolgreicher Bemühung um die US-Staatsbürgerschaft ins Leben rufen konnte. 1989 fasste er mit der Gründung von Sky Television Fuß im europäischen Medienmarkt. Im asiatischen Markt ist Murdoch mit STAR TV vertreten, mit mehr als 100 Millionen Zuschauern täglich. VermögenMurdoch befindet sich derzeit auf dem vierten Platz in der Rangliste der kommerziell erfolgreichsten Medienunternehmer des Forbes Magazine.[1] Es wird geschätzt, dass heute zirka 2 %[2][3] der global vertriebenen Medien unter seinem Einfluss stehen. KritikKritikern zufolge nutzt Rupert Murdoch die ihm gehörenden Medien zur Verbreitung streng konservativer Weltanschauungsmuster, jedoch stützten seine Medien nach dem Niedergang der Konservativen in Großbritannien den Kurs der Regierung Blair. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, dass Fox TV und etwa 175 Zeitungen der News Corporation im Vorfeld des Irak-Krieges eine euroskeptische und anti-französische Grundhaltung eingenommen hätten. Seine Zeitungen „The Sun“ und „News of the World“ in Großbritannien sind für eine offen-antieuropäische und insbesondere auch anti-deutsche Haltung bekannt (German Bashing). Fox TV wird von Kritikern immer wieder überzogener Patriotismus und einseitige Parteinahme zugunsten der Regierung Bush vorgeworfen. Die Site www.foxattacks.com wirft Murdoch außerdem die Manipulation des US-Präsidentschaftswahlkampfes zu Ungunsten Barack Obamas vor. Die Kritik an Murdochs Medienmacht wurde in letzter Zeit immer ausgeprägter. Unter anderem seit der Veröffentlichung des FOX- und Murdoch-kritischen Skandalfilmes "outfoxed" (Link zur Website unten), in dem unter anderem ein Ex-FOXNEWS-Mitarbeiter aufgedeckt hat, dass der FOX-News-Redaktion täglich ein Memo der Senderleitung gereicht wurde, welches die Themen beinhaltete, die an diesem Tag behandelt werden sollten. Der Vorwurf des parteiischen und unsachlichen Journalismus ergänzte sich durch den Vorwurf, die Bush-Regierung intensiv unterstützt zu haben und Neuigkeiten über beispielsweise den Irakkrieg immer verschleiert wiedergegeben zu haben. Es sei zum Beispiel nach jeder Meldung über den Tod von US-Soldaten darauf hingewiesen worden, dass die US-Armee im Irak einen wichtigen Auftrag erfüllen müsse, indem sie den internationalen Terrorismus bekämpfe und den grausamen Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 vergelten bzw. weiteren terroristischen Tätigkeiten vorbeugen müsse. Einer Umfrage zu Folge war sich ein großer Prozentsatz der FOX-Zuschauer sicher, dass der Irak wirklich Massenvernichtungswaffen besessen hat. Auch in anderen Bereichen, seien es politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche, würde sich Murdoch vermehrt einmischen und die Nachrichten zu seinen Gunsten beeinflussen. AktuellesKürzlich äußerte Murdoch in einem Interview, dass er nicht daran denke, sich zur Ruhe zu setzen. Murdoch begann erst spät an das Online-Geschäft zu glauben und gehört nun im hohen Alter zu seinen größten Protagonisten. Im Jahr 2005 kaufte Murdoch MySpace. In einer Rede am 13. März 2006 in der Londoner Stationers Hall fand er erstaunliche Worte über die Zukunft der Medien: "Power is moving away from the old elite of our industry - the editors, the chief executives and, let's face it, the proprietors." Am 1. August 2007 konnte Murdoch zudem nach einer monatelangen Verhandlungsschlacht die Übernahme des bekannten US-Verlages Dow Jones für sich verbuchen, zu dem unter anderem das weltweit bekannte Wall Street Journal gehört. Am 7. Dezember 2007 wurde bekannt, dass Murdochs Sohn James den Chefposten des Medienimperiums seines Vaters in Europa und Asien übernimmt. PrivatesKeith Rupert Murdoch ist in dritter Ehe verheiratet. Seine erste Ehe ging er mit Patricia Booker (1956-1960) ein, mit der er eine Tochter namens Prudence (* 1958) hat. Aus der zweiten Ehe mit Anna Torv (1967-1999) gingen drei Kinder hervor: Elisabeth (* 1968, verheiratet mit Matthew Freud, Enkel von Sigmund Freud), James (* 1972) und Lachlan Keith (* 1971). Diese Ehe endete nach 32 Jahren vor Gericht und Anna wurden 1,7 Milliarden Dollar zugesprochen - das meiste in Aktien, 110 Millionen als Bargeld. Seine dritte Ehe ging er mit Wendi Deng 1999 ein. Mit ihr hat Murdoch bisher zwei Kinder: Grace Helen (* November 2001) und Chloe (* Juli 2005). Zeitungen (Auszug)Australien
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Quellen
Weblinks
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