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System z (früher zSeries) ist die aktuelle Großrechnerarchitektur der Firma IBM. Gegenüber der Vorgängerarchitektur S/390 zeichnet sich System z vor allem durch die 64-Bit-Adressierung aus. Ältere Programme, die noch mit 31-Bit- oder 24-Bit-Adressierung laufen, werden ebenfalls noch unterstützt. Eine 32-Bit-Adressierung wurde in der IBM-Großrechnerarchitektur nie verwendet; das entsprechende Bit wird zur Anzeige des Adressierungsmodus 24/31 Bit verwendet. Die Plattform ist besonders zuverlässig aufgrund ihrer redundanten Auslegung der Hardware sowie in der Virtualisierung. Die Hardware ist komplett redundant ausgelegt, so dass Ausfälle sehr unwahrscheinlich sind (das Z in System z steht für "Zero Downtime"). Die aktuellen Modelle sind in der Lage, mit maximal 60 LPARs[1] verschiedene Betriebssysteme parallel auszuführen. Derzeitig aktuelle Hardware sind das am 26. Februar 2008 angekündigte IBM System z10 EC[2] mit einer Leistungsfähigkeit von etwa 1500 Servern auf x86-Basis[3] und das am 21. Oktober 2008 angekündigte System z10 BC[4], welches die Leistung von bis zu 232 x86-Servern bei 83% kleinerer Fläche und bis zu 93% geringeren Energieverbrauch besitzen soll. Das Vorgängermodell System z9 mit den Modellreihen BC und EC wird ebenfalls noch angeboten.[5] BC steht dabei für Business Class und umfasst die kleineren Systeme, EC für Enterprise Class und deckt den oberen Leistungsbereich ab Die ersten zSeries Rechner waren die Systeme z900 und z800. Danach folgten die die Systeme z990 und z890. System z Rechner haben keine eingebauten Festplatten, sondern sind über ESCON oder FICON (Fibre Channel) mit Storage-Servern oder einem SAN verbunden. Die Vorgeschichte des System z begann am 7. April 1964 mit der Einführung des System/360 von IBM. Dieses wurde am 30. Juni 1970 durch das S/370 abgelöst. Die 31 Bit-Architektur wurde 1981 mit dem System 370/XA eingeführt. Im Jahr 1988 erfolgte die Einführung der 370/ESA Architektur. Im September 1990 wurde das System/390 vorgestellt.
ArchitekturDie Entwicklung der z/Architektur führte von S/360 und S/370 über viele Zwischenschritte, stets wurden die Funktionen der vorhergehenden Systeme beibehalten und erweitert. So wurden beim Schritt von ESA/390 zur z/Architektur folgende wichtige Erweiterungen vorgenommen:
Ein wesentlicher Unterschied zwischen ESA/390 und z/Architektur ist der von z/OS im 64-Bit-Modus nicht mehr nutzbare Expanded Storage. Dieser wurde zusammen mit der S/370 XA-Architektur wegen der damals auf 2 GB begrenzten Adressierbarkeit eingeführt. Damals stellte dies einen günstigen Weg dar, den Hauptspeicher zu erweitern. Je nach Modell kann der verfügbare Hauptspeicher 64 GB (z9 BC), 512 GB (z9 EC) bzw. 1,5 TB (z10 EC) betragen. Ein weiteres interessantes Entwicklungsmerkmal stellt das Channel-Subsystem dar. Die Übertragungsgeschwindigkeit stieg von zuerst 4.5 MB/s über 17 MB/s bei den ESCON-Kanälen auf mittlerweile über 100 MB/s bei den Glasfaserkanälen (FICON). Die CPUSystem z Systeme stellen ein oder mehrere Prozessoren zur Verfügung. Prozessoren können als reguläre (general purpose) Prozessoren konfiguriert sein oder als Assist Processors. Assist Processors stehen nur für bestimmte Workloads wie z.B. Java, DB2 oder auch XML zur Verfügung. Assist Processors unterscheiden sich hardwareseitig nicht von regulären Prozessoren, sind aber durch ihren Microcode, oder durch das Betriebssystem auf die Ausführung bestimmter Workloads beschränkt. Dem Programmierer stehen auf einer System z Maschine folgende Hardware Features zur Verfügung:
ModelleDie Rechner des System z sind bereits in mehreren Generationen weiterentwickelt worden.
SoftwareAuf System z Rechnern werden üblicherweise die Betriebssysteme z/OS, z/VM, z/VSE, zTPF, Linux und Open Solaris[14] eingesetzt. Die Architektur zeichnet sich auch durch eine eigene Begriffswelt aus, so wird zum Beispiel der Bootprozess als IPL (Initial Program Load) bezeichnet. Den Neustart des kompletten Servers (einschalten) nennt man auch POR (Power On Reset). EmulatorenMit Hercules ist ein Emulator erhältlich, der es ermöglicht, ein zSeries-System unter Windows oder Linux zu emulieren. Als kommerzielle Emulations-Platform ist FLEX-ES verfügbar. Das Produkt ermöglicht den Betrieb vieler aktueller und auch bereits abgelöster S/390 Betriebssysteme auf einem Intel Rechner. Im Gegensatz zu Hercules lizenziert IBM viele S/390-Betriebssysteme für den Einsatz unter FLEX-ES. Weblinks
Einzelnachweise
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