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Der Timecode (TC), Zeitcode bzw. Zeitstempel entstand aus dem Wunsch der Filmemacher, Ton und Bild exakt zu synchronisieren beziehungsweise Dokumentarfilme ohne das Schlagen einer Klappe drehen zu können. Heutzutage findet er sowohl im Film als auch Videobereich seine Anwendung. In der Postproduktion (Nachbearbeitung des Filmes) ist der Timecode zwingend erforderlich, um Bild und Ton synchronisieren zu können. Einzig beim nonlinearen Videoschnitt kommt man in der größten Not ohne Timecode aus, wenn z. B. VHS-Material digitalisiert wird.
ZeitinformationDer Timecode hat immer das Format: (Benutzerdaten, nicht immer):Stunde:Minute:Sekunde:Frame Die Anzahl der Bilder pro Sekunde (frames per second [fps]) variiert dabei je nach Medium:
Um die verschiedenen Geräte synchron laufen zu lassen, müssen diese am Anfang eines Drehtages mit sogenannten Mutteruhren synchronisiert werden. (Trifft nur auf Film, nicht aber auf Video zu) Die Aussagekraft von Timecodes ist unterschiedlich. Auf von Kameras aufgezeichnetem Rohmaterial findet man bei Sportveranstaltungen meistens einen Real Time Code, der die tatsächliche Uhrzeit der Aufzeichnung repräsentiert, andere Ereignisse werden mit 01 als Stunde beginnend aufgezeichnet, während man auf Sendebändern einen fiktiven (meist normierten) so genannten „Internal Timecode“ findet. AufzeichnungAufgezeichnet wird der Timecode auf sehr unterschiedliche Art und Weise: Elektronischer Timecode
Die Position des VITC ist in der Austastlücke des Bildes, und zwar exakt in der 19. und 21. Zeile des 1. Fields und in der 332. und 334. Zeile des 2. Fields (2 Fields = 1 Frame). Die Position kann im Menü der Maschinen verändert werden, jedoch wird empfohlen dies nicht zu tun, da der Timecodeleser an den o. a. Stellen nach der Information sucht. Einzig beim S-VHS bzw. VHS System muss man erwägen, ob man den LTC mit aufzeichnet, da dieses System keine eigene LTC - Spur aufweist sondern dann die longitudinale Audiospur 2, also der rechte Kanal dafür herhalten muss, die HiFi-Spuren stehen aber nach wie vor für Stereoton zur Verfügung.
Optischer TimecodeIm Gegensatz zur deutschen Ausführung, wo die Informationen als Binärcode zwischen den Perforationslöchern gespeichert werden, schreibt die französische Methode den Timecode in Klarschrift, was vor allem am Schneidetisch praktisch ist. ÜbertragungDie Übertragung des Timecodes für Kopier- und Schnittzwecke erfolgt entweder als SMPTE-Timecode-Signal über ein Audiokabel (XLR oder koxial), digital via serieller Schnittstelle oder bei DV via FireWire. Häufige FehlerEin oft gemachter Fehler bei Timecode-Aufzeichnungen ist, dass vergessen wird, etwa sechs bis acht Sekunden vor dem Schlagen der Klappe die Geräte laufen zu lassen. Das ist die Zeitspanne, die benötigt wird, damit sich die Geräte synchronisieren können. Weitere TimecodesAls Timecode bezeichnet man auch bestimmte Codes, die über einen bestimmen Zeitraum zur Verfügung stehen. Weitere Timecodes sind der IRIG Timecode (IRIG B) welcher vor allem im militärischen Bereich und auf US-militärischen Testgeländen zur zeitlichen Synchronisation von Video- und Datenaufzeichnung Anwendung findet. Auch die NIST verwendet einen Form des IRIG Timecode (IRIG H) als Datenformat für die US-Zeitzeichensender WWV. Links |
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