Die mit sieben Bit kodierbaren Zeichen entsprechen US-ASCII mit führendem Nullbit. Zusätzlich zu den 95 darstellbaren ASCII-Zeichen (2016–7E16) kodiert ISO 8859-1 96 weitere (A016–FF16), also insgesamt 191 von theoretisch möglichen 256 (= 28). Den Positionen 0016–1F16 und 7F16–9F16 sind in ISO/IEC 8859 und damit ISO/IEC 8859-1 keine Zeichen zugewiesen. ISO-8859-1 (zu beachten ist der Bindestrich zwischen „ISO“ und „8859“) jedoch besetzt alle diese Stellen mit nicht darstellbaren Steuerzeichen.
ISO(-)8859-1 versucht möglichst viele Sonderzeichen westeuropäischer Sprachen abzudecken. Da zur Vollständigkeit neben dem Eurosymbol vor allem für Französisch einige Zeichen fehlen, wurde ISO/IEC 8859-15 geschaffen.
Windows-1252 Westeuropäisch (Western European) ist eine 8-Bit-Zeichenkodierung des Microsoft-Betriebssystems Windows, die die meisten westeuropäischen Sprachen unterstützt. Sie baut auf ISO 8859-1 und ISO 8859-15 auf.
SP (2016, „space“) ist das Leerzeichen, NBSP (A016, „non-breaking space“) das feste Leerzeichen und an AD16 ist der bedingte Trennstrich (SHY, „soft hyphen“), der normalerweise nur am Zeilenende sichtbar ist.
Windows-1252 wird als Westeuropäisch (Western European) bezeichnet.
Sie weicht von ISO-8859-1 im Bereich 8016–9F16 ab, dessen 32 Positionen hier 27 darstellbare Zeichen beinhalten, u. a. die in ISO 8859-15 hinzugekommenen und einige für bessere Typographie notwendige Zeichen. Die Unterschiede zwischen all diesen Kodierungen sowie generell mangelnde Konsequenz bei der Unterstützung verschiedener Zeichensätze sind ein häufiges Interoperabilitätsproblem.
Da dies heutzutage in Westeuropa, Amerika und Australien die am meisten verwendeten (Schrift-)Sprachen sind, ist es überall dort die dominierende Zeichenkodierung. Auch in Teilen Afrikas, in denen nicht die arabische Schrift verwendet wird, ist es weit verbreitet, obwohl oft einige Sonderzeichen fehlen, die aber auch in keiner anderen 8-Bit-Kodierung vorhanden sind, siehe z. B. pannigerianisches Alphabet.